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Übergangslösung zum Heizen – Nachtspeicheröfen raus, Wärmepumpe noch nicht fertig

    • Frage aus der Facebook-Gruppe
  • August von Erker
  • 14. September 2026 um 20:55
  • Unerledigt

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  • August von Erker
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    • 14. September 2026 um 20:55
    • #1

    Hallo zusammen,

    wir stehen gerade vor einem kleinen Heizungsproblem und vielleicht war jemand von Euch schon einmal in einer ähnlichen Situation.

    Unsere Nachtspeicheröfen sind bereits ausgebaut. Eigentlich soll künftig eine Fußbodenheizung in Verbindung mit einer Wärmepumpe für Wärme sorgen. Allerdings sieht es momentan danach aus, dass die neue Heizung nicht rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit fertig wird.

    Aktuell haben wir nur noch:

    • im Bad im Obergeschoss eine Elektroheizung
    • im Esszimmer im Erdgeschoss eine Elektroheizung

    Für das komplette Haus dürfte das natürlich nicht ausreichen.

    Welche Übergangslösung bietet sich an?

    Wir überlegen deshalb, wie wir das Haus vorübergehend beheizen bzw. zumindest ausreichend temperieren können.

    Gedacht haben wir beispielsweise an:

    • elektrische Heizlüfter oder Konvektoren
    • Ölradiatoren
    • Elektro-Frostwächter für besonders gefährdete Räume
    • eventuell Infrarotheizungen als temporäre Lösung

    Uns geht es dabei nicht darum, das Haus den ganzen Winter dauerhaft elektrisch zu beheizen. Wichtig wäre vor allem, Frostschäden zu vermeiden und die Räume während der Sanierung einigermaßen nutzbar zu halten, bis Wärmepumpe und Fußbodenheizung laufen.

    Wer hatte schon einmal eine ähnliche Situation?

    Mich würden besonders Eure Erfahrungen interessieren:

    Wie habt Ihr während einer Sanierung ohne funktionierende Zentralheizung geheizt?

    Welche Elektroheizungen haben sich bewährt? Wie hoch war ungefähr der Stromverbrauch? Und gibt es Lösungen, von denen Ihr aufgrund der Kosten oder aus anderen Gründen eher abraten würdet?

    Auch Tipps zum Frostschutz von Wasserleitungen und unbeheizten Räumen wären interessant.

    Danke Euch!

  • Bauernhaus
    Altbau-Einsteiger
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    • 16. September 2026 um 18:19
    • #2

    Hi,

    ich muß seit 3 Jahren "übergangsweise" so heizen. Ich habe alles durch. In Bezug auf Elektroheizungen ist Infrarot durchgefallen. Meine teuerste und nutzloseste Heizung. 1200 Watt Panel. Das Problem ist, dass im Altbau die Luft kalt ist und einem mit dem Infrarot Panel nie warm wird. Das dürfte in gut isolierten Häusern viel besser funktionieren. Dementsprechend ist der Heizlüfter sehr effektiv, weil er eben die Luft warm macht. Mit allen entsprechenden Eigenschaften der Heizlüfter. Ich habe einen Delonghi Keramiklüfter gekauft mit den geräuscharmen Ventilatorschaufeln, der ist super. Ebenfalls gut bewährt haben sich Ölradiatoren. Die molligste und komfortabelste Wärme im Bad macht der. Im Gegensatz zu der leicht trockenen Luft, die der Heizlüfter macht. Ich nutze aber durchaus auch den Heizlüfter im Bad auf niedriger Stufe zum Wärmehalten und schalte dann nur wenn ich drin bin auf hohe Stufe zum schnell aufwärmen. Geht auch. Eleganter ist natürlich der Ölradiator, der gleichmäßig auf warme Temperatur eingestellt ist. Ich muß ein bißchen mit den kW jonglieren. Das Haus hat ingesamt 3kW. Mein Mann hat auf Arbeit einen "Luft"-Radiator abgestaubt. Das ist gar nicht uninteressant. Der hat nicht so stark die Heizlüfter-Luftqualitätsprobleme und ist natürlich leise. Er ist aber weniger träge als der Ölradiator, heizt als die kalte Luft gut auf. Vom Aufheizen her ist das dann manchmal effektiver als der Ölradiator.

    Im goßen Küche-/Wohnbereich sind die Elektroheizungen teilweise etwas überfordert und ich kann eben nicht ständig alles auf 2 kW laufen lassen. Wirklich warm, und zwar auch auf Stufe 1 (1,4 kW) macht der Gas-Werkstatt-Ofen. Katalyt, nicht Blue Flame. Das läuft dann grundsätzlich immer alles neben dem Holzofen in der Küche, damit es im Wohnzimmer warm wird. Wenn ich den auf Stufe 3 laufen lasse, kann ich eigentlich den Holzofen aus lassen. Aber das geht natürlich nicht wegen stickiger Luft und Wassereintrag durch die Gasverbrennung/-katalyse. Ich habe auch einen Blue-Flame-Ofen, der Thermostat-geregelt ist. Ich habe nicht ohne weiteres einen Katalyt-Ofen mit Thermostat gefunden. Mein Gefühl ist, dass der Katalytofen, der EHER als Wärmestrahler wirkt, angenehmer wärmt. Blue Flame hat mehr Konvektion und das fühlt sich dann am Ende weniger warm an als der Katalyt-Ofen, der einen höheren Strahlungsanteil hat. So ganz echt kann ich das nicht vergleichen, weil ich bei dem einen Ofen permanente Heizstufen einstelle und bei dem anderen der Ofen immer volle Pulle läuft und nach Thermostat taktet. Möglicherweise empfinde ich den Nachteil des Blue Flame Gerätes dadurch, dass sich während der Aus-Phasen ein Kältegefühl breit macht. Den stelle ich in den Flur auf niedrige Stufe, um die Flurtemperatur auf über 8 Grad zu heben. Das ist eigentlich ganz gut. Im Wohnzimmer ist die zwar niedrige aber permanente Heizung des Katalytofen viel besser geeignet ein Gefühl der Behaglichkeit zu erzielen. Dass das keine Dauerlösung ist und auch keine Lösung für den ganzen Tag, ist klar. Aber vorübergehend mache ich das so. Und zum Beispiel auch zum schnellen Aufheizen und dann stelle ich auf Elektroheizungen um.

    Kostentechnisch muß ich sagen, dass ich ca. 1 Woche pro Monat da bin. Inklusive der Wochenende würde ich sagen, dass ich mehr als ein Viertel Jahr da bin. Ich würde meine Kosten/Verbrauch eher zwischen 1/3 bis 1/4 einer ganzjährigen Bewohung rechnen. Ich schätze immer mit 0,3. Gleichzeitig muß ich sagen, dass ich auch die ersten Tage alles immer volle Kanne aufheizen muß. Vielleicht ist eine dauerhafte Beheizung weniger aufwendig, weil die starken Aufheizphasen fehlen.

    Ich habe zum Heizen im letzten Jahr etwa 2200 kWh gebraucht. Plus Gas. Vielleicht 2600-2700 kWh. Zusätzlich zum Holzofen. Das Haus ist groß, aber ich heize nicht alles. Neue Fenster wurdenn irgendwann im Winter eingebaut. Der Verbrauch war teilweise noch mit den alten Fenstern. Ich glaube aber eher, dass die den Wärmekomofort verbessert haben als den Verbrauch gesenkt. Da läuft sowieso alles auf Maximum, was die Leitungen hergeben. Ich bin zum Schluß gekommen, dass ich pro Raum 700-800 kWh/a mindestens verbrauchen müßte, damit sich der Einbau einer größeren Anlage lohnt.

    Wohnzimmer/Küche: läuft rund um die Uhr mit ~1 kW, 1200-1300 kWh/a

    Schlafzimmer: um die 700kWh/a - wird von unten durch Küchenofen beheizt.

    Bad: ~450 kWh/a - wird teilweise durch Badofen (Holz!) mitgeheizt - heize bewußt nach Bedarf, ist klein

    kleines Klo für die Nacht 100+ kWh, fällt nicht ins Gewicht.


    Ich kann bei Rückfragen gerne Sachen genauer sagen.

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