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  • Übergangslösung zum Heizen – Nachtspeicheröfen raus, Wärmepumpe noch nicht fertig

    • Bauernhaus
    • 16. September 2026 um 18:19

    Hi,

    ich muß seit 3 Jahren "übergangsweise" so heizen. Ich habe alles durch. In Bezug auf Elektroheizungen ist Infrarot durchgefallen. Meine teuerste und nutzloseste Heizung. 1200 Watt Panel. Das Problem ist, dass im Altbau die Luft kalt ist und einem mit dem Infrarot Panel nie warm wird. Das dürfte in gut isolierten Häusern viel besser funktionieren. Dementsprechend ist der Heizlüfter sehr effektiv, weil er eben die Luft warm macht. Mit allen entsprechenden Eigenschaften der Heizlüfter. Ich habe einen Delonghi Keramiklüfter gekauft mit den geräuscharmen Ventilatorschaufeln, der ist super. Ebenfalls gut bewährt haben sich Ölradiatoren. Die molligste und komfortabelste Wärme im Bad macht der. Im Gegensatz zu der leicht trockenen Luft, die der Heizlüfter macht. Ich nutze aber durchaus auch den Heizlüfter im Bad auf niedriger Stufe zum Wärmehalten und schalte dann nur wenn ich drin bin auf hohe Stufe zum schnell aufwärmen. Geht auch. Eleganter ist natürlich der Ölradiator, der gleichmäßig auf warme Temperatur eingestellt ist. Ich muß ein bißchen mit den kW jonglieren. Das Haus hat ingesamt 3kW. Mein Mann hat auf Arbeit einen "Luft"-Radiator abgestaubt. Das ist gar nicht uninteressant. Der hat nicht so stark die Heizlüfter-Luftqualitätsprobleme und ist natürlich leise. Er ist aber weniger träge als der Ölradiator, heizt als die kalte Luft gut auf. Vom Aufheizen her ist das dann manchmal effektiver als der Ölradiator.

    Im goßen Küche-/Wohnbereich sind die Elektroheizungen teilweise etwas überfordert und ich kann eben nicht ständig alles auf 2 kW laufen lassen. Wirklich warm, und zwar auch auf Stufe 1 (1,4 kW) macht der Gas-Werkstatt-Ofen. Katalyt, nicht Blue Flame. Das läuft dann grundsätzlich immer alles neben dem Holzofen in der Küche, damit es im Wohnzimmer warm wird. Wenn ich den auf Stufe 3 laufen lasse, kann ich eigentlich den Holzofen aus lassen. Aber das geht natürlich nicht wegen stickiger Luft und Wassereintrag durch die Gasverbrennung/-katalyse. Ich habe auch einen Blue-Flame-Ofen, der Thermostat-geregelt ist. Ich habe nicht ohne weiteres einen Katalyt-Ofen mit Thermostat gefunden. Mein Gefühl ist, dass der Katalytofen, der EHER als Wärmestrahler wirkt, angenehmer wärmt. Blue Flame hat mehr Konvektion und das fühlt sich dann am Ende weniger warm an als der Katalyt-Ofen, der einen höheren Strahlungsanteil hat. So ganz echt kann ich das nicht vergleichen, weil ich bei dem einen Ofen permanente Heizstufen einstelle und bei dem anderen der Ofen immer volle Pulle läuft und nach Thermostat taktet. Möglicherweise empfinde ich den Nachteil des Blue Flame Gerätes dadurch, dass sich während der Aus-Phasen ein Kältegefühl breit macht. Den stelle ich in den Flur auf niedrige Stufe, um die Flurtemperatur auf über 8 Grad zu heben. Das ist eigentlich ganz gut. Im Wohnzimmer ist die zwar niedrige aber permanente Heizung des Katalytofen viel besser geeignet ein Gefühl der Behaglichkeit zu erzielen. Dass das keine Dauerlösung ist und auch keine Lösung für den ganzen Tag, ist klar. Aber vorübergehend mache ich das so. Und zum Beispiel auch zum schnellen Aufheizen und dann stelle ich auf Elektroheizungen um.

    Kostentechnisch muß ich sagen, dass ich ca. 1 Woche pro Monat da bin. Inklusive der Wochenende würde ich sagen, dass ich mehr als ein Viertel Jahr da bin. Ich würde meine Kosten/Verbrauch eher zwischen 1/3 bis 1/4 einer ganzjährigen Bewohung rechnen. Ich schätze immer mit 0,3. Gleichzeitig muß ich sagen, dass ich auch die ersten Tage alles immer volle Kanne aufheizen muß. Vielleicht ist eine dauerhafte Beheizung weniger aufwendig, weil die starken Aufheizphasen fehlen.

    Ich habe zum Heizen im letzten Jahr etwa 2200 kWh gebraucht. Plus Gas. Vielleicht 2600-2700 kWh. Zusätzlich zum Holzofen. Das Haus ist groß, aber ich heize nicht alles. Neue Fenster wurdenn irgendwann im Winter eingebaut. Der Verbrauch war teilweise noch mit den alten Fenstern. Ich glaube aber eher, dass die den Wärmekomofort verbessert haben als den Verbrauch gesenkt. Da läuft sowieso alles auf Maximum, was die Leitungen hergeben. Ich bin zum Schluß gekommen, dass ich pro Raum 700-800 kWh/a mindestens verbrauchen müßte, damit sich der Einbau einer größeren Anlage lohnt.

    Wohnzimmer/Küche: läuft rund um die Uhr mit ~1 kW, 1200-1300 kWh/a

    Schlafzimmer: um die 700kWh/a - wird von unten durch Küchenofen beheizt.

    Bad: ~450 kWh/a - wird teilweise durch Badofen (Holz!) mitgeheizt - heize bewußt nach Bedarf, ist klein

    kleines Klo für die Nacht 100+ kWh, fällt nicht ins Gewicht.


    Ich kann bei Rückfragen gerne Sachen genauer sagen.

  • Effizienz Dämmung Kellerdecke

    • Bauernhaus
    • 14. September 2026 um 17:20
    Zitat von Lehman

    Ah ok, ja würde mich evtl. über ein paar Bilder freuen. Wünsche gutes gelingen.

    Meinst Du vor oder nach der Renovierung? Der Handwerker konnte noch nicht früher. Jetzt ist alles leer und ich hoffe bis ich wieder komme fertig. Beim Reinigen der Kellerdecke sind mir neben jeder Menge Putz oder Beton oder was auch immer auch eine rostige Bewährung entgegen gekommen. Das hat der Handwerker schon gesehen und gesagt, dass er da auch was für macht. Ich habe im Moment Fotos vom Ist-Zustand

  • Effizienz Dämmung Kellerdecke

    • Bauernhaus
    • 10. Juni 2026 um 19:30

    Vielen Dank für die inhaltliche Einschätzung und den Hinweis auf mögliche Schwierigkeiten. In Bezug auf Kosten und Komfort sehe ich es genau so. Die Füße sind immer kalt. Und mehr könnte ich zum Beispiel in der Küche gar nicht heizen. Neben dem Ofen ist es im T Shirt zu warm. Es geht gar nicht um eine Kostenersparnis. In Bezug auf den Bau-Zustand des Kellers. Es ist massiver „Stein“. Ich denke Beton in 2 Räumen. In anderen Gewölben ein Mix aus Naturstein, Beton und Ziegeln. Im Beton sind Eisenelemente. Der Handwerker möchte per Injektion vor Rost schützen vor der weiteren Isolierung. Mich hat das mit der Feuchtigkeit ehrlich gesagt auch gewundert. Ich habe ihn deutlich auf den intensiven Feuchtigkeitseintrag hingewiesen. Der macht das seit über 50 Jahren und hier ist quasi jedes 2. Haus so. Er meinte, er könne das irgendwie machen. Ich vertraue jetzt mal darauf, dass er weiß was er macht.

  • Effizienz Dämmung Kellerdecke

    • Bauernhaus
    • 23. Mai 2026 um 12:56

    Das Interessante ist, dass 2 Räume regelrecht nass sind, weil die im Hang stehen. Er sagte aber, er könne auch diese Decken renovieren. Der macht das seit über 50 Jahren in solchen Häusern. Ich denke, er wird es dann schon wissen

  • Effizienz Dämmung Kellerdecke

    • Bauernhaus
    • 23. Mai 2026 um 12:54

    Hi, die Maßnahme wurde noch nicht durchgeführt. Das soll im Juni/Juli passieren. Ich vermute 8cm Dämmung. Da ich den lokalen Handwerker wenn es hoch kommt zu 50% verstehe, weiß ich nicht wie gut ich Feedback geben kann. Der injiziert auch was gegen Rost in den Trägern. Ich lasse den einfach machen, der ist Profi

  • Effizienz Dämmung Kellerdecke

    • Bauernhaus
    • 1. März 2026 um 15:01

    Hi Domi,

    danke für Deine Einschätzung.

    Die alte zweiflügelie Stalltür ist zwar massiv, hat aber natürlich deutliche Ritzen zwischen den Flügeln und an der Zarge. Der Keller muß jedoch gut durchlüftet werden. Es gibt auch ein unverglastet Fenster. Ich traue mich nicht recht, den Keller vollständig zu isolieren, da ich damit auch die Durchlüftung stören würde. Es dringt vom Hügel recht viel Wasser bei Regen in den Keller ein, der durch eine Art interne Drainage abgeführt wird. Ich öffne zum Querlüften ständig die Tür und ein Fenster. Damit ist der Keller/Stall ziemlich trocken. Dort wurde dann auch jahrzehntelang Brennholz gelagert - zu meiner großen Verwunderung hat das funktioniert. Und ich mache das jetzt auch wieder. Daher ist nur die Dämmung der Decke eine vernünftige Option. Wenn sich das tatsächlich lohnt, werde ich wohl gleich die große Aktion machen. Die Raumhöhe ist auch bei mir ein Problem. Der Handwerker meinte, maximal 8cm Dämmung. Ich habe den auch deutlich auf das vom Hügel her eindrigende Wasser hingewiesen, aber er sagte, er könne das entsprechend machen. Der kommt aus dem Dorf und arbeitet seit über 50 Jahren an solchen Häusern. Ich muß dann einfach mal darauf vertrauen, dass er weiß, was er macht.


    Ciao

    Tassilo

  • Effizienz Dämmung Kellerdecke

    • Bauernhaus
    • 1. März 2026 um 10:11

    Hallo,

    ich habe ein altes Bauernhaus gekauft, das ich als Zweitwohnsitz nutze. Ich bin ganzjährig etwa eine Woche im Monat dort. In den beheizten Räumen wird es durchaus warm, aber der Boden über der Kellerdecke ist eiskalt. Keller heißt hier alter Stall im Erdgeschoß. Der muß offen und durchlüftet bleiben, kann also nicht vollisoliert werden. Eiskalt heißt 12° im Wohnzimmer, 5° im Flur. Die Kellerdecke muß eh teilweise saniert werden und der Handwerker meinte, man könne dort auch eine Isolierung anbringen. Ich wollte mich einmal nach Erfahrungen oder Fachmeinungen über Sinn und Unsinn der Dämmung einer Kellerdecke erkundigen. Es gibt hier nicht nur den finanziellen, sondern auch den organisatorischen Aspekt alles leer zu räumen. Ich bin ja nicht immer vor Ort und muß die Sachen auch irgendwo lagern.

    Man liest bei Websuchen, dass es durchaus einen Effekt gibt. Sowohl Heizkostenersparnis als auch Erhöhung der Bodentemperatur. Ist das realistisch? Lohnt sich der Aufwand. Mir geht es noch nicht mal um die Heizkosten, eher darum, dass der Fußboden wärmer wird. Da Wärme ja eigentlich nach oben steigt, frage ich mich, ob die Isolierung nach unten großen Effekt hat.

    Das Haus ist unbekannten Alters, mindestens 200 Jahre sagte die alte Frau, die es mir verkauft hat. Es ist sehr massiv, mit 60cm dicken Wänden. Aber eben nicht isoliert. Eine Seite steht im Hang, wobei dort die Kellerdecke, soweit ich das sehe, etwas unter Bodeniveau liegt. An einer Hausseite ist der Keller also mit dem Erdreich verbunden. Ich weiß auch nicht, ob die Isolierung gegen die Umgebungsluft wirklich wirksam ist oder ob die direkte Ableitung von Wärme über den Kontakt zum Hang eine Isolierung gegen die Kellerluft unwirksam macht.


    Ciao

    Tassilo

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