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Mörtel Auswahl

  • Metaj
  • 8. Juni 2026 um 14:12
  • Unerledigt

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  • Metaj
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    • 8. Juni 2026 um 14:12
    • #1

    Haus Baujahr ca.1920. Außenwand aus Vollziegel, Innenwand aus Bruchstein. Putz fällt ab, aufsteigende Feuchtigkeit vorhanden. Geplant sind Neuverfugung, Horizontalsperre und neuer Putz.
    Welchen Mörtel und welchen Putz würdet ihr empfehlen?

  • Dominic
    Administrator
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    • 8. Juni 2026 um 14:25
    • #2

    Hallo Metaj und willkommen bei uns.

    Ist das ein Kellerraum?

    Generell würde ich einen reinen Kalkputz empfehlen, bei Problemen mit Feuchtigkeit.

    Alle sagten: "Das geht nicht!". Dann kam einer, der wusste das nicht und es einfach gemacht.

  • Metaj
    Altbau-Einsteiger
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    • 8. Juni 2026 um 14:57
    • #3

    Hallo Dominic,

    nein, das ist das Erdgeschoss.

    Mein Ziel ist es, die Wände wieder zu festigen. Der aktuelle Zustand macht auf mich keinen besonders stabilen Eindruck, da sich der alte Putz und die Fugen stellenweise sogar mit dem Finger herauskratzen lassen.
    Viele Grüße
    Metaj

  • Altrichter
    Altbau-Einsteiger
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    • 9. Juni 2026 um 13:11
    • #4

    Hallo, eigentlich ist nur Naturkalkputz zu empfehlen, evtl. vorher mit Heißkalk verfugen, was ich noch machen würde wäre eine Wandheizung verbauen, Horizontalsperre wird schwierig da innen keine durchgehende Fuge.

    Bei Fragen kannst du dich gerne melden, darf ich noch fragen wo das Haus steht.


    Gruß Thomas

  • Metaj
    Altbau-Einsteiger
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    • 9. Juni 2026 um 14:42
    • #5

    Hallo Thomas

    Vielen Dank.

    Das Haus steht in Wolfsegg in Bayern

    Gruß Metaj

  • Sachverstandand am Bau
    Mörtelmischer
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    • 10. Juni 2026 um 20:08
    • #6

    Anhand der Bilder würde ich mit einer pauschalen Empfehlung für Sanierputzsysteme oder zementreiche Mörtel sehr vorsichtig sein. Man erkennt bereits einige typische Merkmale älterer Gebäude: innen Bruchsteinmauerwerk, außen Vollziegelmauerwerk, deutliche Feuchtebelastung, geschädigte Fugen sowie Putzablösungen. Gerade bei solchen Konstruktionen aus den 1920er-Jahren entscheidet die richtige Materialwahl oft darüber, ob die Sanierung dauerhaft funktioniert oder nach wenigen Jahren erneut Schäden auftreten.

    Bei der Neuverfugung des Bruchsteinmauerwerks würde ich in den meisten Fällen zu einem kalkbasierten Fugenmörtel greifen. Reine Zementmörtel sind häufig deutlich härter als das vorhandene Mauerwerk und können Feuchtigkeit im Stein einschließen. Gerade Bruchsteinmauerwerk profitiert davon, wenn die Fugen etwas weicher und diffusionsoffener als die Steine selbst bleiben. Ein hydraulischer Kalkmörtel oder ein NHL-Kalkmörtel ist hier oft die bessere Wahl.

    Vor dem Einbau einer Horizontalsperre sollte allerdings zunächst geklärt werden, ob tatsächlich ausschließlich aufsteigende Feuchtigkeit vorliegt. Die Bilder zeigen zwar typische Feuchteschäden, aber gerade bei solchen Gebäuden spielen häufig mehrere Ursachen gleichzeitig eine Rolle: fehlende oder beschädigte Außenabdichtungen, hohe Geländeanschlüsse, Schlagregenbelastung, hygroskopische Salze oder auch Kondensationsfeuchte. Eine Horizontalsperre allein löst das Problem nicht, wenn zusätzlich seitlich Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringt.

    Beim neuen Putz würde ich zunächst eine Salz- und Feuchteuntersuchung empfehlen. Sind hohe Salzbelastungen vorhanden, kann ein geeignetes Sanierputzsystem sinnvoll sein. Liegen dagegen nur mäßige Feuchte- und Salzwerte vor, fahre ich bei Altbauten häufig sehr gut mit einem mehrlagigen Kalkputzaufbau. Kalkputze sind diffusionsoffen, kapillaraktiv und passen bauphysikalisch oft deutlich besser zu historischem Mauerwerk als dichte zementhaltige Systeme.

    Besonders interessant ist auf dem dritten Bild die Außenfassade. Dort scheint ein relativ dichter Oberputz vorhanden zu sein, während darunter ältere Putzschichten und Ziegel sichtbar werden. Solche dichten Beschichtungen können die Austrocknung des Mauerwerks erheblich behindern. Bevor ein neuer Putz aufgebracht wird, sollte daher geprüft werden, welche Putzarten und Anstriche vorhanden sind und ob diese überhaupt zum Feuchtehaushalt des Gebäudes passen.

    Meine Vorgehensweise wäre daher:

    1. Ursache der Feuchtigkeit genau bestimmen.
    2. Salzuntersuchung durchführen.
    3. Geschädigte Fugen vollständig ausräumen.
    4. Neuverfugung mit kalk- bzw. NHL-Kalkmörtel.
    5. Horizontalsperre nur als Teil eines Gesamtkonzeptes betrachten.
    6. Anschließend Kalkputz oder – bei hoher Salzbelastung – ein geeignetes Sanierputzsystem wählen.
    7. Außenbereich auf Geländeanschlüsse, Spritzwasserbelastung und Abdichtung überprüfen.

    Ohne Feuchte- und Salzmessung würde ich weder einen bestimmten Sanierputz noch eine bestimmte Horizontalsperre festlegen. Die Bilder zeigen bereits, dass hier vermutlich mehr als nur „aufsteigende Feuchtigkeit“ im Spiel ist. Genau diese Ursachenanalyse entscheidet später darüber, ob die Sanierung 5 Jahre oder 50 Jahre hält.

  • Metaj
    Altbau-Einsteiger
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    • 14. Juni 2026 um 00:10
    • #7

    Hallo zusammen,

    Ich hab neue Bilder gemacht , um die Sache besser erklären zu können.

    In Bild mit Nummer 1 Sicht man die innere Seite des Mauer, Bild mit Nummer 2 Außenseite(Garage) und Bild mit Nummer 3 ist außenseite über Garage , und ein Bild wo alles sehen kann außer innere Seite natürlich.

    Da sieht mach, dass aufsteigende Feuchtigkeit Gibt , aber es ist möglich, dass auch von garagendecke Feuchtigkeit in Wand eindringt.

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