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  1. Abenteuer Altbau
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Sandstein Fenstereinfassung außen

  • esk
  • 7. Juni 2026 um 21:36
  • Unerledigt

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  • esk
    Altbau-Einsteiger
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    • 7. Juni 2026 um 21:36
    • #1

    Hallo zusammen, ich hätte eine Frage bzgl. meiner Fensterbänke und Einfassung außen.

    Der Vorbesitzer hat ddn ehemals aufgetragenen Flüssigkunststoff mehr oder minder entfernt. Allerdings sind immer noch Reste vorhanden.

    Jetzt würde ich bei der Sanierung der Fassade den Sandstein gerne streichen.

    Allerdings müssen dafür erstmal die alten Reste runter.

    Was würdet ihr den Vorschlagen, mit was ich hier am besten Arbeite ? Ich hätte mal an einen Betonschleifer gedacht. Welche Scheibe würdet ihr empfehlen?

    Danke vorab.

    ... nein, ich möchte nicht alles austauschen und werde auch entsprechende Farbe verwenden 😉

    Bilder

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  • August von Erker
    Administrator
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    • 7. Juni 2026 um 21:47
    • #2

    Hallo esk und Willkommen bei uns :-).

    Das ist ein klassisches Problem – Flüssigkunststoff auf Sandstein ist leider eine dieser „Bausünden“, die man im Altbau oft findet. Sollte aber machbar sein.

    Hier ist mein Rat aus der Praxis:

    1. Welches Werkzeug & welche Scheibe?
    Deine Idee mit dem Betonschleifer ist absolut richtig. Aber Vorsicht bei der Scheibenwahl: Ein normaler Diamant-Schleiftopf für Beton setzt sich bei Flüssigkunststoff oft in Sekunden zu, weil das Material durch die Reibungshitze weich wird und schmiert.

    Nimm am besten eine PKD-Scheibe [Anzeige] (Polykristalliner Diamant). Die hat keine flächigen Segmente, sondern kleine PKD-Spitzen, die die Beschichtung eher „abschälen“ oder „abhobeln“, statt sie zu zerreiben. Das geht wesentlich schneller und die Scheibe bleibt sauber.

    2. Worauf Du beim Sandstein achten musst:
    Sandstein ist im Vergleich zu Beton butterweich. Wenn Du da mit voller Drehzahl drangehst, hast Du schnell eine Kerbe im Stein.

    • Drehzahl: Wenn Dein Schleifer regelbar ist, stell ihn auf eine niedrige bis mittlere Stufe.
    • Führung: Den Schleifer immer in Bewegung halten und niemals auf einer Stelle drücken.
    • Staub: Sandsteinstaub (Quarzstaub) ist fies für die Lunge. Nutze unbedingt eine passende Absaughaube und einen guten Sauger (Klasse M).

    3. Das Streichen danach:
    Da Du den Sandstein streichen willst: Bitte nimm keine normale Dispersionsfarbe oder Fassadenfarbe aus dem Baumarkt. Damit sperrst Du den Stein wieder ab und das Problem fängt von vorne an.

    Nimm eine reine Silikatfarbe (Mineralfarbe). Die verkieselt chemisch mit dem Sandstein, bleibt diffusionsoffen (der Stein kann „atmen“) und blättert nicht so leicht ab.

    Mein Tipp:
    Teste die PKD-Scheibe erst an einer unauffälligen Stelle, um ein Gefühl für den Abtrag zu bekommen.

    Viel Erfolg bei der Aktion! Zeig gerne mal Vorher-Nachher-Bilder im Forum, das interessiert hier sicher viele.

    Beste Grüße!

  • esk
    Altbau-Einsteiger
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    • 8. Juni 2026 um 09:51
    • #3

    Hi, vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Dann waren meine Gedanken ja nicht so verkehrt.

    Umsetzung ist Spätsommer, Anfang Herbst.

    Ich werde berichten.

    Bis dahin...

  • Sachverstandand am Bau
    Mörtelmischer
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    • 10. Juni 2026 um 20:09
    • #4

    Anhand der Bilder würde ich zunächst einmal von einem Betonschleifer abraten. Der helle Naturstein wirkt wie Sandstein bzw. ein relativ weicher Werkstein. Mit einem Betonschleifer oder einer aggressiven Diamantscheibe besteht die Gefahr, dass du nicht nur den alten Flüssigkunststoff entfernst, sondern gleichzeitig die Oberfläche des Steins beschädigst. Danach sieht man häufig Schleifspuren, Vertiefungen oder unterschiedliche Oberflächenstrukturen, die sich später beim Anstrich deutlich abzeichnen.

    Ich würde deshalb zunächst mit der schonendsten Methode beginnen. Oft lassen sich die Reste von Flüssigkunststoff mit einem Multitool und einem starren Schaberaufsatz, einem Hartmetallschaber oder von Hand mit Ziehklinge und Spachtel deutlich kontrollierter entfernen. Gerade an den Kanten zum Fensterrahmen ist das wesentlich sicherer.

    Falls mechanisches Schleifen notwendig wird, würde ich eher zu einem Exzenterschleifer oder einem kleinen Sanierungsschleifer mit Diamant-Schleiftopf in feiner Körnung greifen und zunächst an einer unauffälligen Stelle testen. Wichtig ist dabei, möglichst flächig zu arbeiten und nicht punktuell Druck auszuüben.

    Vor dem Schleifen würde ich außerdem prüfen, ob der alte Belag tatsächlich noch fest mit dem Stein verbunden ist oder ob er sich durch Erwärmen oder mit einem geeigneten Abbeizer anlösen lässt. Manche Flüssigkunststoffe werden beim Anschleifen lediglich verschmiert und setzen die Schleifscheiben sofort zu.

    Noch ein Hinweis zur geplanten Beschichtung: Wenn es sich tatsächlich um Sandstein handelt, solltest du auf eine hoch diffusionsoffene Silikatfarbe oder eine speziell für Naturstein geeignete Beschichtung achten. Dichte Acryl- oder Kunststofffarben können Feuchtigkeit im Stein einschließen und langfristig zu Abplatzungen oder Frostschäden führen.

    Die eigentliche Frage, die ich mir bei den Bildern stelle, ist allerdings: Warum wurde dort ursprünglich Flüssigkunststoff aufgebracht? Häufig geschieht das nicht aus optischen Gründen, sondern weil bereits Feuchtigkeit über die Anschlussfuge zwischen Fensterrahmen und Naturstein eingedrungen ist. Bevor du alles entfernst und neu beschichtest, würde ich deshalb die Anschlussfugen und die obere Abdeckung genau kontrollieren. Nicht selten versteckt sich dort die eigentliche Ursache des Problems.

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