Heute musste ich natürlich das bombige Spätherbstwetter nutzen. Und ich habe es sogar geschafft, das komplette Klinkerband fertigzustellen.
Damit habe ich mein geplantes Jahressoll für diese Fassadenseite erfüllt. ![]()
Beiträge von Thomas74
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Tja, ich hatte mir auch erst die Mühe gemacht, die alten Dielenböden erhalten zu wollen. Leider waren es nicht mehr die originalen von 1905; bei der Renovierung des Hauses 1947 nach einem kriegsbedingten Brandschaden hatten die Zimmerleute viel zu schwache und wahrscheinlich auch nicht abgelagerte Kiefernbretter verwendet. Diese waren nicht nur unschön verwunden, sie waren nach dem Maschinenschliff auch viel zu dünn.
Letztendlich haben wir sie als Unterbau drin gelassen und neue Fichtendielen quer zu den alten verlegt. -
Ergänzt um einen Zaun nach historischem Vorbild, lässt das Grundstück ganz langsam wieder seine Vergangenheit als Gutshaus erahnen.
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Jetzt fehlte noch ein Windfang. In naher Zukunft soll dort wieder ein laubenartiger Vorbau entstehen, aber erstmal bauten wir ein Vordach,
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Weiter ging es mit dem Rest der Vorderfront. Zur Gliederung der Fassade wurde hier ein nicht originales, aber durchaus zeitgenössisches Klinkerband oberhalb der Fenster ergänzt.
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Doch Stück für Stück...
Erste Aufgabe war der Risalit, der das Treppenhaus enthält. -
Unser Haus weist eine geschichtliche Besonderheit auf. Durch Kriegsgeschehen und Flurneuordnung in den 40er/50er Jahren wurde die Zufahrt zu unserem Dörfchen ( 4 Häuser) um 180 Grad gedreht. So war die ehemalige Straßenseite jetzt "hinten" und der ehemalige Gesindeeingang auf der Hofseite wurde zum Haupteingang. Zeit also, diesen entsprechend zu gestalten.
Die Substanz der Fassade war, gelinde gesagt, zuwendungsbedürftig. -
Fortsetzung folgt...
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Nettes Detail am Rande:
Als die Fassade 1947 repariert wurde, kamen alle möglichen gebrauchten Ziegelsteine zum Einsatz. So auch Feldbrandziegel. Auf einem hat sich beim Formen der Ziegel ein Kleinkind "verewigt". Auf einem der Ziegelsteine ist ein kleiner Fußabdruck. Es ist fast ein wenig schade, dass ich den Stein nicht sichtbar erhalten und auch nicht bergen kann, da er ausgerechnet im alten Fenster-Rundbogen sitzt. -
Wenn das erst alles verputzt ist, wird niemand mehr sehen, dass es gar keine massiven Klinker sind. Schon gar nicht in 5m Höhe.
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Da ja an den Fenstern im Obergeschoss keine Klinkerumrandungen vorgesehen waren und mir der komplette Austausch ganzer Steine zu aufwändig erschien (da sind die Schlaf-und Kinderzimmer hinter), muss ich halt improvisieren.
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Doch diese Jahr war es so weit. Ich konnte günstig eine gebrauchte DDR-Rüstung erstehen. Schön breit, stabil - und sauschwer.
(Leute, die sich beruflich mit Arbeitsschutz beschäftigen, bitte weiterscrollen- es gibt hier nichts zu sehen.) -
Nachdem wir es in den letzten Jahren geschafft hatten, immerhin drei von vier Seiten der Fassade im originalen Stil wiederherzustellen, haben wir uns dieses Jahr endlich an die Rückseite unseres Hauses gewagt. Eigentlich unverständlich, da wir ja im Sommer jeden Tag im Garten sitzen und das Elend bald zwanzig Jahre vor Augen hatten.
Allerdings ist diese Seite die größte Herausforderung. Nach dem Krieg billig hochgezogen, bestand das Obergeschoss nur aus einer brüchigen 24er Wand, im Bereich des Spitzbodens sogar nur 12 cm stark. Auch hatten die Bauleute massiv an Zement gespart.
Als wir das Haus 2001 kauften, war der Giebel schon nicht mehr zu retten. Leider zu diesem Zeitpunkt technisch völlig unbedarft (und pleite...), ließen wir uns von einem Verwandten helfen, der sich "mit so etwas auskannte".
Der Giebel wurde abgerissen und schnell und billig mit KS-Blöcken wieder hochgezogen."Das wird ja eh noch alles gedämmt!" (O-Ton). Entsprechend sauber war dann auch die Ausführung. Aber wie sagt man so schön? Einem geschenkten Gaul...
Zähneknirschend akzeptierten wir damals das Provisorium- schon um des Familienfriedens willen. -
Hab ich gerade gefunden:
Dachziegel Doppelfalz Doppelmuldenfalzziegel historischeAlte Dachziegel demnächst kostenlos an Selbstabholer abzugeben.,Dachziegel Doppelfalz Doppelmuldenfalzziegel historische in Sachsen-Anhalt - Wittenbergwww.ebay-kleinanzeigen.deDas Praktische ist, bei dem alten Stall braucht man keine Rüstung.
Ich hab meine eigenen Dachziegel vor 20 Jahren genau so geborgen.
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Im Prinzip reichen die aktuellen Kategorien vorerst aus. Ob es nun fünf oder fünfzehn (leere) Rubriken gibt...
Echt schade, dass das Konzept so schlecht angenommen wird.
Die Leute mögen wohl doch mehr die Selbstdarstellung auf Fb.
Habe mich gerade erst wieder mächtig über das überhebliche Klugscheissen dort geärgert.
Zielführende Diskussionen sind kaum möglich. Aktuell fragt jemand, wie er einen Sturz einbauen kann.
Statt ihm zu helfen, folgen bedeutungsschwere Verweise auf Statiker, Architekt usw.
Nur hilft das dem Frager keinen Meter weiter.
Und bei technischen Ratschlägen wird man von ebendiesen Moralaposteln der Berufsgruppen dumm angemacht , mit dem Baurecht gewedelt und Horrorszenarien herbeigeredet.
Als ob ich mich in eine Autogruppe hänge und darauf hinweise, dass Benzin brennbar ist.
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Ich konnte nicht widerstehen, ich hab mir noch drei Türen geholt. Eigentlich wollte ich nur die Klinken und Schlösser, aber die Türen gabs gratis dazu.
Und ich habe mir in einer Etage sämtliche Fußleisten abmachen dürfen. Schönes Profil, nur halt gefühlte 100 Schichten Farbe drauf.
Naja, wenn ich die nicht runter bekomme, hab ich halt Kaminholz. -
Ja, sieht schon sehr gut aus. Aber eine "rohe" Treppe passt nicht zu jedem Interieur. Viele sind auch schon von Anfang an als farbige Treppen konzipiert. Da sind dann Fehlstellen und Astlöcher mit Gipsspachtel verschlossen.
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Ich habe mir über Kleinanzeigen bei mir in der Nähe zwei alte Türen+ Zarge für klein(st)es Geld gekauft. Der Bauherr hat aber noch einige andere, die allesamt weg sollen. Die sind aber 2,12m hoch und damit für meine Zwecke zu groß. Falls Jemand Interesse hat, kann ich den Kontakt herstellen. Ich habe für eine Tür mit allen Beschlägen, Kastenschloss usw. symbolische 30 Eur bezahlt, auf ähnlichem Niveau sollten sich auch die anderen bewegen. Standort ist Mitteldeutschland, nahe Dessau.
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Die soll in meinen Flur. Der ist aber aktuell noch nicht ganz fertig.
Ich stelle mein Häuschen nächste Woche hier vor, ich bin nur gerade im Urlaub und meine ganzen Hausbilder sind auf dem anderen Rechner. -
Das letzte fehlende Puzzleteil waren die Messing-Linsen-Senkkopfschrauben für die Haken. Die gab es aus irgendwelchen Gründen nur noch in England. Und das Postboot musste wohl auf günstigen Wind warten.
Doch nun ist es vollbracht!
Den Spiegel habe ich mit voller Absicht „alt“ gelassen. Erstens wäre ein Neuer nicht mit Facettenschliff und zweitens muss ein Möbel nach über 100 Jahren nicht aussehen wie vom Repro-Antik-Händler um die Ecke.