Hallo,
ich habe ein altes Bauernhaus gekauft, das ich als Zweitwohnsitz nutze. Ich bin ganzjährig etwa eine Woche im Monat dort. In den beheizten Räumen wird es durchaus warm, aber der Boden über der Kellerdecke ist eiskalt. Keller heißt hier alter Stall im Erdgeschoß. Der muß offen und durchlüftet bleiben, kann also nicht vollisoliert werden. Eiskalt heißt 12° im Wohnzimmer, 5° im Flur. Die Kellerdecke muß eh teilweise saniert werden und der Handwerker meinte, man könne dort auch eine Isolierung anbringen. Ich wollte mich einmal nach Erfahrungen oder Fachmeinungen über Sinn und Unsinn der Dämmung einer Kellerdecke erkundigen. Es gibt hier nicht nur den finanziellen, sondern auch den organisatorischen Aspekt alles leer zu räumen. Ich bin ja nicht immer vor Ort und muß die Sachen auch irgendwo lagern.
Man liest bei Websuchen, dass es durchaus einen Effekt gibt. Sowohl Heizkostenersparnis als auch Erhöhung der Bodentemperatur. Ist das realistisch? Lohnt sich der Aufwand. Mir geht es noch nicht mal um die Heizkosten, eher darum, dass der Fußboden wärmer wird. Da Wärme ja eigentlich nach oben steigt, frage ich mich, ob die Isolierung nach unten großen Effekt hat.
Das Haus ist unbekannten Alters, mindestens 200 Jahre sagte die alte Frau, die es mir verkauft hat. Es ist sehr massiv, mit 60cm dicken Wänden. Aber eben nicht isoliert. Eine Seite steht im Hang, wobei dort die Kellerdecke, soweit ich das sehe, etwas unter Bodeniveau liegt. An einer Hausseite ist der Keller also mit dem Erdreich verbunden. Ich weiß auch nicht, ob die Isolierung gegen die Umgebungsluft wirklich wirksam ist oder ob die direkte Ableitung von Wärme über den Kontakt zum Hang eine Isolierung gegen die Kellerluft unwirksam macht.
Ciao
Tassilo